Wie du negativen Gesprächspartnern den Wind aus den Segeln nimmst und dabei ganz bei dir selbst bleiben kannst!

Kennst du das? Du bist eigentlich ganz gut drauf, freust dich am Leben, übst dich sogar in positiver Lebenseinstellung und dann triffst du auf Menschen, die dich davon überzeugen wollen, wie schwer und ungerecht das Leben doch ist. Du willst dich nicht ärgern, und trotzdem gefriert deine sonniges Gemüt auf unter Null Grad.

Vielleicht kennst du auch das: Du freust dich auf einen gemütlichen Abend mit Freunden, und plötzlich kippt die Stimmung und statt fröhlicher Lachfalten vertiefen sich die Sorgenfalten auf deiner Stirn.

Natürlich dienen gute Gespräche nicht ausnahmslos dafür, gute Laune und Tralala zu verbreiten. Gute Gespräche dürfen durchaus Tiefgang haben. Aber in diesem Blog geht es mir um ein paar Tipps, wie du mit den ewigen Nörglern und Schlechte-Laune-Verbreitern umgehst und trotzdem ganz bei dir selbst bleiben kannst.

Thema 1: negative Gesprächs-Gruppen

XY erzählte mir, dass bei einem lockeren Freundinnen-Treffen die Gespräche irgendwann in völlig negative Themen „umkippten“, und sie gar nicht mehr wusste, wie sie sich da rausnehmen konnte. Sie zeigte sich richtig erschrocken über die Negativ-Haltungen ihrer Freundinnen und fuhr ziemlich frustriert nach Hause.

Tipp 1: Umpolen der Situation! Meist stecken Ängste hinter den Negativ-Themen. Und auch diese Ängste brauchen ihren Raum. Wenn es dir aber wirklich zu viel wird, darfst du das Gespräch auch in eine andere Richtung zu lenken, z.B. mit der Frage: „Sollten wir unsere wertvolle Zeit und unser fröhliches Beisammensein nicht dafür nutzen, uns etwas Positives zu erzählen?“ oder auch  „Leute, die ganze Welt spricht über Trump, ich kann es nicht mehr hören! Laßt uns doch mal über uns reden. Wer hat letzte Woche etwas Erfreuliches erlebt?“

Tipp 2: Umlenken der Themen! Gib zu, dass dich solche Themen nerven. Sag laut und deutlich: „Es macht mir Angst und Sorge, wenn wir nur über negative Dinge erzählen! Aber wenn wir schon über diese Themen reden, fände ich es super, wenn wir uns auch mit Lösungen beschäftigen. Übrigens habt ihr schon mal überlegt, warum uns Sonnen-Untergänge mehr faszinieren als ein Sonnenaufgang?“

Tipp 3:Bei dir bleiben! Komme während der Gespräche immer wieder zu dir selbst zurück. Überlege dir, warum du dich mit Menschen umgibst, die sich ständig mit ihren Krankheiten, Verschwörungstheorien, Asylanten, Gerüchten, und Lästereien beschäftigen. Beobachte dich und deine Gedanken etwas genauer. Mit was beschäftigst du dich im Alltag? Überwiegen in deinen Gedanken auch eher Ängste, Sorgen und Nöte? „Triggern“ dich negative Themen? Dann darfst du mir gerne eine Email schreiben. Ich antworte dir gerne. Vielleicht finden wir gemeinsam ein besseres Futter für deinen Gedanken-Automat. Ansonsten gilt:

SUPER-TIPP: Aussteigen! Wir sollten uns klar darüber sein, dass wir andere Menschen nicht ändern können. Aber wir können es durchaus beeinflussen, mit welchen Menschen wir uns umgeben!

 

Thema 2 –  Negative Gesprächspartner

Negative Gruppendynamik ist das eine, aber was kannst du tun, wenn du immer wieder mit einem Menschen zu tun hast, der einfach ständig und immer am Nörgeln und Schimpfen und Jammern ist. Ich habe dir mal ein paar Beispiele:

  1. Die Nörgler

Es gibt Menschen, die ständig nörgeln. Meist finden diese Menschen grundsätzlich ein Haar in der Suppe, eine Schnecke im Salat, oder verbreiten einfach schlechte Laune. Es sind die Menschen, die immer alles sch… finden; das Wetter, die Arbeit, den Nachbarn, die Kollegen. Sie fühlen sich oft schlecht oder gar ungerecht behandelt und können erfolgreiche Menschen nicht leiden.  Es sind die, die als Erste auf der Hupe stehen, wenn der Vordermann nicht losfährt. Es sind die, die eine Dauerkarte beim Anwalt haben, oder bestimmte Menschen- oder Berufsgruppen pauschalisiert in einen Topf werfen: Doofe Politiker, lahme Beamte, idiotische Gesetzgeber, faule Arbeitslose, usw. usw.

Wenn du solche Menschen um dich herum hast, bist du wirklich zu bedauern. Aber wie gehst du mit ihnen um?

Tipp 1: Gib ihnen Recht. Nichts ist wirksamer, als diese Menschen zu bestätigen. Ermutige sie sogar darin, noch mehr zu schimpfen. Bestätige ihnen, dass sie selbst am schlimmsten dran sind und dass sie dir schon richtig leid tun. Bedauere sie, weil es sehr anstrengend ist, immer schlecht drauf zu sein. Sag ihnen, dass es einfach schrecklich ist, wenn man immer einen Grund zu nörgeln hat. Und dann frage sie laut und deutlich: „Wann hast du eigentlich das letze Mal gelacht?“

Tipp 2: Diskutiere nicht. Aber frag‘ klar und deutlich nach, warum und seit wann dein Gegenüber so schlecht drauf ist. Das erfordert allerdings ziemlich Geduld und ist nur wirklich dann angesagt, wenn dir der/die Andere wirklich wichtig ist.

Tipp 3: Prüfe wie stabil deine (gute) Laune ist. Sollte dich der Nörgler immer wieder runter ziehen, dann hilft nur eines: Gehe auf Abstand! Wenn du mutig bist, kannst du auch sagen: „Ich komme mit deinem ständigen Gemecker einfach nicht klar“. Entweder wir reden jetzt über Erfreuliches, oder ich gehe!“

SUPER-TIPP: Verbreite selbst gute Laune. Wenn dir ein Dauer-Nörgler entgegen kommt, beginne augenblicklich damit, ein fröhliches Lied zu pfeifen, summe vor dich hin und laufe strahlend lächelnd auf ihn zu. Du kannst ihn auch begrüßen mit den Worten: „Boah bin ich heute gut drauf. Mir fehlt es heute aber wirklich an gar nichts!“ oder „Ist das nicht ein super Tag heute?“

  1. Die Drama-Queens

Es gibt Menschen, die ständig auf der Suche sind nach negativen Botschaften. Ihr Triumph ist der Satz: „Ich hab es dir doch gleich gesagt!“  Manche Menschen – und erstaunlicherweise sind viele davon ausgerechnet in der spirituellen Szene unterwegs – reden ständig über schlechte Energien oder über Energie-Vampire und  lesen Weltuntergangs-Emails. Sie beschäftigen sich mit dem Geld-Verfall, mit bösen Verschwörungstheorien oder mit gefährlichen Strahlungen, gegen die du dir unbedingt Schutz-Sprays besorgen musst.

Tipp 1 (für die spirituellen Drama-Queens): Liebe XY. Ich bin mir sicher, meine Energie folgt immer meiner Aufmerksamkeit. Beschäftige ich mich mit negativen Dingen, verändert sich meine Energie und ich fühle mich leer und angreifbar. Sei mir nicht böse, aber lass uns genau in diesem Moment über etwas Positives reden. Wann ist das nächste Engelseminar?“

Tipp 2 (für die Verschwörungs-Theoretiker): Liebe XY, im Augenblick steht für mich was ganz anderes in meinem Fokus. Ich mache nämlich einen Achtsamkeits-Kurs und versuche in der Gegenwart zu bleiben. Das, was du erzählst, ist ein Thema, das in der Zukunft stattfindet. Lass uns mal im Hier und Jetzt bleiben. Du hast eine tolle Bluse an, ist die neu?“

Tipp 3 (für die Katastrophen-Erfinder): „Liebe XY, das ist wirklich ganz entsetzlich, was du da erzählst. Gibt es eine Lösung dafür oder sollten wir in diesem Fall heute besser noch mal so richtig leben? Welche Wünsche hast du denn noch für deine letzten Tage?“

Kleine Anmerkung von mir: Zugegeben, das ist vielleicht eine provokative Frage. Und doch ist es effektiv, deinen Gesprächspartner in eine Lösungs-Haltung hineinzuführen. Gib keine – auch keine gut gemeinten – Ratschläge. Führe das Gespräch immer in eine lösungsorientierte Grundhaltung.

SUPER-TIPP:  Bleib in solchen Gesprächen ganz und gar bei dir. Konzentriere dich auf dich selbst. Überlege dir, was solche Menschen mit dir machen. Nähren sie deine eigenen Ängste? Atme tief durch und sag laut und deutlich: „STOP! Ich spüre, dass mich das, was du sagst, total verunsichert. Und deshalb will ich das nicht hören! Ich habe nämlich für mich entschieden, jeden Tag zum besten Tag meines Lebens zu machen. Wenn ich von dieser Welt gehen (muss), will ich sagen können: „bis gestern war es richtig geil!“

  1. Die Besserwisser

Begegnen dir immer mal wieder Menschen, die glauben, alles besser zu wissen und die dann vielleicht auch noch davon überzeugt sind, dass nur ihre Meinung die richtige Meinung ist? Dann kommst du nur „zum Zug“, wenn du wirklich an der Wahrheit zum Thema interessiert bist.

Tipp 1: Frage nach! Frage nach, woher dein Gegenüber das weiß. Ob er das schon mal ausprobiert hat? Ob er sich sicher ist, dass das die Wahrheit ist. Und dann frage ihn, wo du das irgendwo nachlesen kannst, oder ob es Bücher darüber gibt. (dies gilt aber nur, wenn dich das Thema wirklich interessiert!)

Tipp 2: Mach klare Ansagen! Wenn du dir sicher bist, dass DU im Recht bist, dann sprich‘ das klar aus. Leg Beweise auf den Tisch. Recht haben und recht bekommen sind jedoch immer 2 Paar Stiefel, ebenso wie Besserwisser und Rechthaber ganz unterschiedliche Ansätze haben. Versuche herauszubekommen, mit welchem der beiden du es zu tun hast.

Tipp 3: Beschäftige dich mit dem Spiegelgesetz. (in meinem Kurs ein liebevoller Dialog mit deinem Leben) werden wir sehr intensiv auf dieses Lebensgesetz eingehen). Das Spiegelgesetz besagt – nur mal in Kurzform zum Verständnis – dass alles, was uns in irgendeiner Form „anspringt“, etwas mit uns selbst zu tun hat. Wenn du hierzu Fragen hast, beschreibe mir in einer kurzen Email deine Situation. Dann schauen wir uns das gemeinsam an!

SUPER-TIPP: Bleib ganz bei dir. Die Fragen, die du dir selbst stellen kannst wären: „Warum tu ich mir mit Besserwissern oder Rechthabern so schwer?“ Worum geht es mir hier tatsächlich? Geht es mir ums rechthaben oder darum Recht zu bekommen? Warum ärgere ich mich darüber?

Im absoluten Notfall hilft noch immer der Spruch: „Du hast recht und ich meine Ruhe!“ und dann wechsle das Thema oder sogar den Raum.

Thema 3: Klatsch und Tratsch und schmutzige Wäsche

Vermutlich kommt der Begriff „schmutzige Wäsche waschen“ aus früheren Zeiten, als sich die Frauen zum Wäschewaschen an den Ufern eines Flusses getroffen haben und miteinander und sicherlich auch übereinander gesprochen haben. Damit die schwere Arbeit leichter von der Hand ging, hat man sich Geschichten erzählt, wahre Geschichten und erfundene Geschichten. Heute finden diese Geschichten oft in der Firma statt. So wie bei Frau C.

Frau C erzählte mir, dass der Klatsch und Tratsch in ihrer Firma mit, von und über Kollegen unerträglich wird. Ständig hat sie das Gefühl, irgendjemand verteidigen zu müssen oder sich sogar für die andere Partei einzusetzen. Aber sobald sie verständnisvolle oder erklärende Partei übernimmt, schaukelt sich das Thema erst recht hoch. Und was noch viel schlimmer für sie ist: die Kollegen belächeln sie mittlerweile und betiteln sie dafür als „Mutter Teresa“.

Fakt ist, es wird immer geredet. Und je mehr wir uns in Gerede und Getratsche involvieren lassen, und je öfter wir sogar unsere eigene Meinung dazu herauslocken lassen, umso mehr Nahrung geben wir den Lästermäulern und bieten Angriffsfläche.

Tipp 1 – Themenwechsler-Taktik: Versuche das Thema zu wechseln. Nimm einen Punkt oder ein Wort aus den Gesprächen auf und setze ihn in ein anderes Thema um. Zum Beispiel: „Was? Frau XY ist faul? Da fällt mir gerade ein, ich muss noch ein paar Stündchen arbeiten, denn hab ich am Freitagmittag frei und werde mir ein richtig faules Wochenende genehmigen!“

Oder: „Ihr redet grad über den Chef? Apropos Chef, ich muss noch unbedingt meinen Urlaubs-Antrag einreichen. Wohin fahrt ihr eigentlich dieses Jahr in Urlaub?“

Oder sag auch mal ganz deutlich: „Mich interessieren jetzt ehrlich gesagt grad ganz andere Dinge!“ z.B. „was gibt es heute zum Mittagessen?“ oder auch „wie wird das Wetter morgen?“ Damit signalisierst du dein Desinteresse an Läster-Themen.

Tipp 2 – die Raushalte-Taktik: Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Halte dich generell aus diesen Gesprächen einfach raus. Das bewirkt auf lange Zeit, dass du gar nicht mehr in diesen Tratschereien eingebunden wirst. Verlasse den Raum, in dem gelästert wird. Wenn du mutig bist, darfst du auch ganz klar sagen:  „bei so viel Lästerkacke muss ich jetzt augenblicklich auf die Toilette“.

Tipp 3 –  Sherlock Holmes-Taktik:

Hinterfrage laut die Lästereien! Stelle provokative Fragen!. Diese könnten sein: a) Woher weißt du das denn so genau? b) bist du dir sicher, dass das tatsächlich die ganze Wahrheit ist? c) Warum weißt du so was immer als Erste?

Stelle die Frage nach der Wahrheit. Sage zum Beispiel: „Ob Frau XY krank macht oder krank ist, kann ich nicht beurteilen, aber weißt du was? Ich werde sie mal anrufen und direkt fragen, was das eigentlich los ist!“ Ein solches Statement nimmt das Feuer aus dem Gespräch heraus und in den meisten Fällen verkrümelt sich der verbale „Brandbeschleuniger“.

SUPER-TIPP: Beobachte deine Gefühle! Bleib ganz nahe bei dir. Was kannst du in dir in solchen Situationen fühlen? Macht es dich wütend oder traurig. Warum hörst du dir das an oder beteiligst du dich sogar daran? Willst du dazu gehören oder lieber außen vor bleiben. Womit fühlst du dich besser? Was macht dieses Gerede mit dir? Bist du selbst jemand, über den gesprochen wird? Und dann frage bei den Klatschmäulern nach: „Wie fühlt ihr euch dabei, wenn ihr über andere redet? Ich fühle mich grade richtig mies!“

So und nun bist du an  der Reihe! Erzähl mir, ob diese Tipps bei dir funktioniert haben. Erzähl mir aber auch, welchen kostenbaren Tipp DU hast! Ich bin für jede Anregung dankbar.

Wenn du ein ganz persönliches Anliegen hast, oder für eine ganz spezielle Situation Unterstützung brauchst, darfst du mir natürlich auch gerne schreiben.

Und in einem der nächsten Blogartikel schenke ich dir ein paar effektive Tipps, die super gut funktionieren,  wenn du selbst der Negativ-Denker bist und aus deinem eigenen Gedanken-Karussell endlich raus kommen willst!

Bis bald, herzliche Grüße zu dir


2 thoughts on “Wie du negativen Gesprächspartnern den Wind aus den Segeln nimmst und dabei ganz bei dir selbst bleiben kannst!

  1. Karin says:

    Das ist wieder ein sehr schöner Artikel von dir Silke,
    einer der nachdenklich macht und auch stutzig. Auch bei uns wird so viel über die Menschen geredet und nicht mit Ihnen. Auch ich erwische mich dabei. Aber das ist auch einfacher. Ansprechen bedeutet Zorn, Schmollen und Ärger und bedarf einiger Kraftanstregungen wieder ins Lot zu kommen bzw. Zersprochenes wieder zu Kitten. Bei uns ist eine Menge los -wie wohl überall- und ich hatte die letzte Woche so wahnsinnig viel zu tun, dass ich am WoEnd komplett ins Fast-Nichtstun geglitten bin. Ja Ja auch ich wünsche mir den Frühling her, um wieder aktiver zu leben. Der Sonntag hatte so gut ausgesehen. Doch die starken Sonnenstrahlen haben mich so stark getroffen, dass ich müde wurde. Hi Hi, ich glaube ich bin eine Schlaftablette. Ich freue mich riesig auf das WeEnd mit euch und bin enorm gespannt auf das Thema, und darauf was ich daraus mache.
    Ganz lieben Gruß, Karin

  2. Katrin Ohlhoff says:

    Liebe Silke,
    danke für deinen so wertvollen Artikel! Die konkreten Tipps kann ich gut gebrauchen und werde einiges ausprobieren. Bisher war meine vorherrschende Strategie Heraushalten aus Lästergesprächen. Aber frau wird einsamer dadurch und das will ich eigentlich nicht. Du zeigst gute Strategien auf nicht mitmachen zu müssen und doch in Verbindung zu bleiben. Habe mir deinen Artikel ausgedruckt und hoffe dran zu bleiben am Thema. Danke :-)!
    Liebe Grüße
    Katrin
    Katrin

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