Das Gefühl des Monats August: Ohnmacht

Uiiih, was für ein Gefühl!

Wahrscheinlich hast du nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet der Sonnen-Monat August das Gefühl der Ohnmacht mitbringt! Und vielleicht ist dir manchmal auch gar nicht bewusst, wie häufig du dich in irgendeiner Form in einer Ohnmacht befindest, denn sie hat viele Gesichter!

Doch jetzt heißt es erstmal Ohren anlegen, Füße fest in den Boden drücken, standhaft bleiben und weiterlesen. Aber ich warne schon mal vor: Dieser Blogartikel ist keine leicht verdauliche Köstlichkeit, denn das Gefühl der Ohnmacht lockt auch noch einen sehr bedeutsamen weiteren Mitspieler ins Boot des Lebens! Mach dich bereit:

Das „gewaltige“ Spiel der beiden großen Gefühls-Giganten Ohnmacht und Macht beginnt!

Während in der großen Welt da draußen immer noch mehr Machtproleten ihr Podest erhöhen, und wir andererseits an immer bedrückenderen Ohnmachts-Geschichten Anteil nehmen, können wir erahnen, warum wir uns diesen beiden Giganten so ausgeliefert fühlen. Sichtbar zeigt sich dieser Monat mit der Zahl 8 und seinen 2 aufeinandergesetzten, kugelrunden Köpfen. (Wobei ich gerade überlege, ob ich sie gar nicht als Köpfe bezeichnen soll, sondern vielmehr als zwei dickköpfige Gefühls-Kugeln.

Ganz souverän versteckt sich die Zahl 8 auch in unserer Sprache: Ich will hier nur ein paar Begriffe aufführen. Bestimmt findest du noch viele andere mehr, wenn du darauf achtest:

Bedacht, Beobachtung, Schlacht, bewacht, Achtsamkeit, unachtsam, Achtung (in Form von Vorsicht), Achtung (in Form von Respekt), Nacht, sacht, und last but not least eben auch: Ohnmacht und Macht.

Puh, die beiden letztgenannten sind wirklich ziemlich unangenehme Artgenossen, nicht wahr? Obwohl keiner von uns ohnmächtig ausgeliefert sein will, erlauben wir uns erst recht nicht, das arrogante Macht-Zepter zu schwingen.

Wo also steckt dann die Qualität dieses Monats und der Zahl 8?

Wenn sich eine Qualität so deutlich hinter negativ anmutenden Begriffen versteckt, die wir auf irgendeine Weise schon im Vorfeld ablehnen (so wie bei diesen beiden riesigen Gefühls-Giganten Ohnmacht und Macht) können wir sicher sein, dass wir genau hier eine wahrlich meisterhafte Qualität entdecken. Im Monat August ist diese Qualität

Die freie Wahl!

Eine freie Wahl treffen zu können, zwischen gut und schlecht, richtig und falsch klingt zunächst simpel. Eine freie Wahl zwischen Ohnmacht und Macht bedarf sicherlich auch keiner langen Überlegung.

Schwierig wird es jedoch,

  • wenn es dich zwischen Verstand und Gefühl hin und her schleudert.
  • wenn du zwischen verpflichtenden Vorgaben und deinem Bauchgefühl schwankst.
  • wenn du spürst, dass etwas „faul“ ist oder sogar „zum Himmel stinkt“ und du dir trotzdem nicht erlaubst, aus dem Spiel auszusteigen.
  • wenn du schon längst innere Entscheidungen getroffen hast, aber gleichzeitig das Hamsterrad des „Gut-Menschen“ nicht verlassen kannst.

Richtig heimtückisch wird es, wenn das Gefühl der Ohnmacht schon so „normal“ ist, dass du es gar nicht mehr erkennen willst, sondern einfach nur weiter funktionierst und gar nicht mehr merkst, dass du

  • deine Träume vernachlässigst hast, weil du glaubst, dass sie sich doch nicht erfüllen.
  • andere über dein Leben bestimmen lässt, und keine selbstbestimmten Entscheidungen mehr triffst
  • zwar 1000 Ideen hast, aber keine davon verwirklichst
  • viel zu schnell aufgibst, statt nach neuen Möglichkeiten zu suchen
  • dir einredest, dass du nicht gut genug bist oder zu alt, zu arm oder zu unselbstständig
  • dich von Meinungen anderer abhängig machst, und fremdgesteuert deine eigenen Ideale verlierst.

Was passiert, wenn du dich nicht getrauen kannst, dieses „Wahlrecht“ zu nutzen?

Du bleibst in der Bequemlichkeit stecken und wartest erst mal ab. Darauf hoffend, dass sich die Situation von allein regelt.

Du gräbst dich in die Höhle der Gewohnheit ein und machst erst mal weiter, wie bisher. Darauf hoffend, dass die Gewohnheit erträglicher ist, als das Unbekannte, Neue und Ungewisse.

Du verharrst schweigend, obwohl deine Stimmung auf den Nullpunkt sinkt und deine innere Stimme schon bis zur Bewusstlosigkeit brüllt.

Du rennst weiter in Hochgeschwindigkeits-Hamsterrädern, weil dir ein Absprung jetzt als viel zu gefährlich erscheint.

Du übst dich in Ignoranz und Toleranz, ohne zu spüren, dass du damit deine höchsten Werte verrätst.

Du folgst unreflektiert der Masse, weil dir einfach die Kraft für Veränderung fehlt und/oder dir deine Einzigartigkeit als zu arrogant erscheint.

Nicht selten hältst du deine Meinung zurück, weil du befürchtest, dass du sonst nicht mehr geliebt wirst oder nicht mehr dazugehörst.

Wie nahe Macht und Ohnmacht beieinander liegen, zeigen dir auch die folgenden Beispiele:

Wenn Menschen grenzüberschreitend in unser Dasein eindringen, ziehen wir uns empört zurück, statt unsere eigenen Grenzen zu kommunizieren.

Wenn wir glauben, dass wir ja sowieso nichts ändern können, bleiben wir ohnmächtig außerhalb jenes Freude-Karussells stehen, das uns in ungeahnte, schwindelerregende Potentiale und Ziele befördern könnte.

Wenn wir denken, dass alle anderen uns brauchen, verbrauchen wir dabei mehr und mehr unsere eigene Energie.

Mit einem erschütternden Ergebnis! Unser inneres Belohnungs-System resigniert. Wir verlieren uns mehr und mehr selbst, verleugnen unsere Träume und überdecken unsere tiefsten Sehnsüchte durch ganz eigene meist unbewusste Machtspiele.

Und plötzlich wechseln wir meist völlig unbemerkt unser Ohnmachts-Gewand und schlüpfen in den Mantel der subtilen Macht:

Aus scheinbarer Hilflosigkeit und Ohnmacht treten wir (unbewusst) selbst in die Pedale der Macht:

  • Wir trampeln die Gefühle der anderen nieder, um unsere eigenen Gefühle zu schützen.
  • Wir manipulieren im Sumpf des Opfer-Seins andere Menschen und lassen sie mit einem schlechten Gewissen zurück.
  • Wir ignorieren die kleinsten Bemühungen und schützen unsere Nachgiebigkeit durch eine Wand aus Kälte und Arroganz.
  • Wir demonstrieren unsere Stärken, und übersehen dabei, dass andere unter unserer Härte immer kleiner werden.
  • Wir spielen trotzig und bockig uralte Vorwurfs-Theater und drängen den anderen in Schuldgefühle.

Bedenke stets: Auch an deinen eigenen Waffen kannst du dich ziemlich schwer verletzen! (Silke Steigerwald)

Als LebensDolmetscherin® sind Worte für mich spannende Spielplätze. Vor allem deswegen, weil wir viele unserer Worte und Sätze mit einer negativen Wertung verknüpft haben, ohne diese Wertung zu hinterfragen.

Schauen wir uns doch das Wort Macht etwas genauer an. Prüfen wir einfach mal, was das Wort Macht im Ursprung bedeutete.  Wikipedia beschreibt Macht nämlich ganz anders, als wir es vielleicht erwarten:

Im Althochdeutschen, Altslawischen und Gotischen bedeutete das Wort Macht (gotisch: magan) so viel wie Können, Fähigkeit, Vermögen (z. B. jemand „vermag“ etwas zu tun) und ist stammverwandt mit dem Alltagsbegriff „machen“, signalisiert also Potenzialität.

Vergleichbar stammt das lateinische Substantiv für „Macht“, potentia, von dem Verb possum, posse, potui ab, welches heute mit „können“ übersetzt wird.

MACHT zu ergreifen bedeutet also nicht zwingend, dass sie von Grund auf „schlecht“ ist!

Es kommt immer darauf an, wie wir damit umgehen! Ein scharfes Messer ist ja auch nicht grundsätzlich schlecht, solange wir es z.B. zum Tomaten-Schneiden benutzen! Wir dürfen uns also durchaus einen Übergang auf die andere Seite der Ohnmacht bauen, ohne dabei gleich mit der Machtkeule jemanden zu erschlagen!

Das folgende Zitat nimmt dem übermächtigen Wort MACHT mit einem fröhlichen Augenzwinkern seine negative Schwingung.

Wo sitzt ein 500 Pfund schwerer Gorilla?

Wo er will. 😉

gefunden bei Morton Janklow

Wie holst du dir deine Macht wieder zurück?

Nachgeben? Ausweichen? Verteidigen? Aufgeben? Angreifen?

Weder noch. Spannende Fragen, die dich wirklich ins Reflektieren bringen, könnten sein:

  • Wann hast du deine Macht (also dein Können, deine Fähigkeiten, deine Werte) abgegeben?  Warum und an wen?
  • Wann fühlst du dich ohnmächtig und in welchen Situationen vermagst du deine Fähigkeiten, dein Können und deine Werte nicht zum Ausdruck bringen?
  • Wie kannst du dir dein Können, deine Fähigkeiten und deine Werte zurückholen?

Lässt sich das Gefühl der Ohnmacht tatsächlich immer vermeiden?

Nein. Nämlich dann nicht, wenn sich das Leben von seiner schrecklichsten Seite zeigt. Da hilft kein lapidares „das-wird-schon-wieder!“  Wenn ich totkranke Menschen und ihre Familien und Partner begleite, dann gilt es, den Schmerz der Ohnmacht auszuhalten. Da zu sein. Und demütig den Kopf zu beugen und zu beten.

Es gibt jedoch auch jede Menge Ohnmachtsgefühle, die durch und durch hausgemacht sind. Und die kannst du tatsächlich vermeiden, wenn du ein paar präventive Dinge beherzigst:

Das Gefühl der Ohnmacht entsteht nur selten über Nacht. Ohnmacht hat immer eine Vorgeschichte. DEINE Geschichte! Sie entsteht nicht ausschließlich durch äußere Umstände oder durch eine andere Person. Wer lernt, sich in Selbstreflektion bzw. Eigenbeobachtung zu üben, kann das Gefühl der Ohnmacht bereits im Vorfeld deutlich „entschärfen“.

Die folgenden 8 machtvollen Tipps sind eine sehr gut funktionierende Prävention.

Tipp 1: Definiere deine EIGENEN Grenzen klar und deutlich für dich. Und vor allem frühzeitig! Damit die anderen erst gar keinen Raum in deinem Leben einnehmen, der ihnen gar nicht zusteht.

Tipp 2: Wehret den Anfängen, heißt es auch so schön. Wer Übergriffe und Einmischungen rechtzeitig abwehrt, vermeidet eine Dauerkarte für Grenzüberschreitungen.

Tipp 3: Höre damit auf, anderen Schuld für deine Situation zu geben und verändere die Situation selbst. Das macht dich unabhängig und frei für deine eigenen Entscheidungen.

Tipp 4: Vermeide Erwartungshaltungen an andere, die diese nicht erfüllen können und auch nicht müssen, sondern erfülle deine Erwartungen selbst. Das schützt dich vor Enttäuschungen.

Tipp 5: Finde Lösungen. Doch scheue dich nicht, dir dafür Unterstützung zu holen! Nur wer seine Selbstverantwortung fest in den eigenen Händen hält, bleibt unabhängig und selbstbestimmt.

♥ 6: Sage nicht so oft JA, wenn du NEIN meinst und eliminiere deine Vielleicht’s.

Tipp 7: Folge nicht unreflektiert der Masse, nur um scheinbar dazu zu gehören, sondern vertraue auf deine Einzigartigkeit.

Tipp 8: Halte mit deiner Meinung nicht hinterm Berg, nur weil du glaubst, dass du dann mehr geliebt wirst. Im Wort Meinung steckt ein MEIN, das – wenn es auf ethischen Werten ruht – niemals zum Ego-Schwein mutiert.

Wenn du jetzt spürst, dass du nicht allein aus der Ohnmacht herausfindest, und du erkennst, dass du (auch nicht mehr unbewusst!) in die subtile Macht wechseln willst, dann habe ich was für dich!

Von 04.-06.Oktober 2019 kannst du in einer wundervollen Kloster-Auszeit wieder zu dir selbst zurückfinden und deine ursprünglichsten Amazonen-Kräfte endlich wieder zum Leben erwecken.

  • Damit du dir selbst wieder vertraust und dir deinen eigenen Weg auch zutraust.
  • Damit du klar und deutlich erkennst und kommunizierst, was du wirklich willst und wie du es bekommst.
  • Damit du endlich weißt, was wirklich in dir steckt und du deine Fähigkeiten und Talente auch verwirklichen kannst.

An diesem Wochenende wirst auch du lernen, wie du aus dem Käfig der Ohnmacht ausbrechen und ab sofort dein Leben wieder selbst in die Hand nehmen kannst. Ich bitte dich!!!

Zeig dich, Amazone! Sei frei, wild und unbändig stark.

WEIL DU WICHTIG BIST!

HIER gibt es die Tickets für die Amazonen-Reise. Trau dich. Ich kann dir versprechen, mit deinen Amazonen-Kräften gehört dein Leben wieder dir!


2 thoughts on “Das Gefühl des Monats August: Ohnmacht

  1. Karin says:

    Ein wirklich sehr schöner Artikel, liebe Silke. Ja auch ich habe eine kurze Zeit in der Ohnmacht gelebt, um dann meine Macht auszuleben indem ich die Ohnmacht verlassen habe. Raus aus Begebenheiten, welche meiner Lebensweise, meiner Werte so entgegen stehen. Ich habe die letzten Jahre so viel Schein und so wenig Sein kennengelernt, dass ich meine Macht „lieber alleine als in schlechter Begleitung“ zu leben, umgesetzt habe. Wenn ich ganz tief in mich hineinhöre fühle ich ganz stark, dass dies mein Weg ist – der für mich richtige Weg. Es fühlt sich sehr gut an seine Meinung (sachlich) zu sagen und daran festhalten zu können – auch unter Druck. Auch evtl. Konsequenzen können mir hier keine Angst einjagen. Danke nochmals für die vielen Inspirationen und Hilfsmittel. Bis zum August-Workshop alles Gute, herzlichst Karin

  2. Dr. Annette Pitzer says:

    Ohnmacht wer braucht das denn? Danke für Deine Tipps, die ich sehr hilfreich finde. Denn genau diese Aufgaben wie Grenzen setzen, den Anfängen wehren, zu sich stehen, Nein sagen wenn alles in mir Nein schreit, Erwartungen herabregeln sind meine Herausforderungen, nicht nur im August.
    Alles Liebe
    Annette

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