Warum Selbstliebe manchmal missverstanden wird

von | 15. Juni 2026 | Beziehungen und Kommunikation | 0 Kommentare

Ich sage es ganz ehrlich:
Manchmal wird mir das Wort „Selbstliebe“ ein bisschen zu groß.

Zu laut.
Zu plakatiert.
Zu sehr nach Bühne.

Dabei ist der Kern der Selbstliebe doch etwas so Zartes.

Natürlich ist es wichtig, gut für sich zu sorgen.
Grenzen zu setzen.
Nein zu sagen.
Sich selbst ernst zu nehmen.

Das ist gesund.
Das ist notwendig.
Das ist reif.

Aber irgendwo unterwegs scheint sich etwas verschoben zu haben.

Wenn Selbstliebe zum Egoismus wird

Manchmal klingt Selbstliebe inzwischen wie:
„Ich zuerst.“
„Hauptsache, es fühlt sich für mich gut an.“

Und da werde ich still.

Denn wir sind keine Einzelprojekte.
Keine abgeschlossenen Systeme.
Keine Inseln.

Wir leben im Miteinander.
Im Austausch.
Im Resonanzfeld.

Echte Selbstliebe trennt nicht. Sie verbindet.

Wenn ich mich in meiner Würde anerkenne,
kann ich auch Dich in Deiner Würde sehen.

Wenn ich freundlich mit mir bin,
muss ich mich nicht über andere erheben.

Selbstliebe als innere Balance

Vielleicht ist Selbstliebe weniger ein Konzept
und mehr eine Haltung.

Eine, die weder in Selbstoptimierung kippt
noch in Selbstzensur.

Für mich ist Selbstliebe eine Art innere Waage.

Zwischen meinem Ich und unserem Wir.
Zwischen Rückzug und Verantwortung.
Zwischen Selbstfürsorge und Respekt.

Und vielleicht …
kommen wir der Liebe genau dann näher,
wenn wir das Selbst nicht als isoliertes Ego begreifen,
sondern als Teil eines größeren Ganzen.

Das fühlt sich für mich weiter an.
Runder.
Und ehrlicher.

Und wie siehst Du das? Schreib mir gerne Deine Meinung dazu.

WEIL DU WICHTIG BIST.

 

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Silke Steigerwald